Mit Direkter Instruktion nachhaltig unterrichten

Direkte Instruktion

«Kooperatives Lernen ist einem individuellen Lernen und einem Lernen im Wettbewerb überlegen und hat insofern einen großen Einfluss auf die schulische Leistung der Lernenden. Es entfaltet vor allem dann seine Wirksamkeit, wenn es in Kombination mit einer direkten Instruktion eingesetzt wird.»
Hattie, John/Zierer, Klaus: Visible Learning – Auf den Punkt gebracht. Baltmannsweiler 2018, S.114


Lange Zeit wurde Direkte Instruktion mit Frontalunterricht gleichgesetzt. Im Gegensatz zu diesem ist sie aber eine hochwirksame Form des Unterrichts. In der Direkten Instruktion sind die verschiedene Verfahren und Prinzipien guten Unterrichts intelligent kombiniert: Lernen am Modell, Üben mit abnehmenden Hilfestellungen (Scaffolding), regelmäßiges Überprüfen der eigenen Wirksamkeit, Feedback, Individualisierung, Differenzierung, Wiederholung, Klarheit und Transparenz. Für jede Phase der Direkten Instruktion gibt es Methoden, durch die Schüler/innen erfolgreich lernen. So wird ihnen das, was sie lernen sollen, vermittelt, indem die Lehrperson ein Modell gibt, etwas demonstriert oder laut denkend zeigt, was in ihrem Kopf vorgeht.

Die Direkte Instruktion ist eine Form des von der Lehrperson geleiteten, schülerzentrierten Unterrichts, dessen Ziel selbständig lernende Schüler/ -innen sind. Denn sie erwerben in diesem Prozess die Kompetenzen, um selbständig zu lernen. Schrittweise werden sie an das selbstgesteuerte Lernen herangeführt. Daher kann Direkte Instruktion auch im Wechsel mit offenen Unterrichtsformen eingesetzt werden; in diesem Fall bekommen die Schüler/innen nach dem Instruktionsprozess die Möglichkeit, die erworbenen Kompetenzen selbständig anzuwenden. Das Differenzierungskonzept der Direkten Instruktion erlaubt es auch, dass manche Schüler/innen schon selbständig arbeiten, während andere noch einmal angeleitete Übungen durchführen.

Wenn die Direkte Instruktion mit Formen des Kooperativen Lernens verbunden wird, erhöht sich ihre Wirksamkeit, weil die Schüleraktivierung gesteigert wird. Daher wird in der Fortbildung auch gezeigt, wie Formen des Kooperativen Lernens in den Phasen der Direkten Instruktion eingesetzt werden können.

Empirische Untersuchungen zeigen, dass Direkte Instruktion hochwirksam ist. Allerdings hängt viel davon ab, wie man sie durchführt. Daher werden auch Fallstricke und Fehlformen dieser Unterrichtsform thematisiert.

Adressatinnen/Adressaten

Eine Weiterbildung für

  • Lehrpersonen ab der 3. Klassenstufe
  • Schulleitungsmitglieder

Kursziele

Die Teilnehmenden

  • erhalten einen Überblick über den Prozess der Direkten Instruktion und dessen Gelingensbedingungen.
  • lernen zentrale Elemente des Konzepts wie Scaffolding, Lautes Denken und Differenzierung an Modellen kennen und üben diese selbst ein.
  • bekommen praktische Unterrichtsbeispiele für den Prozess der Direkten Instruktion und können eigene Umsetzungsmöglichkeiten entwickeln und diskutieren.
  • lernen Möglichkeiten kennen, die Direkte Instruktion mit dem Kooperativen Lernen zu verbinden.

Arbeitsweise

Vorträge, Plenumsgespräche und Übungen in Gruppen wechseln in den zwei Kurs-tagen einander ab. Die Teilnehmer/-innen haben immer wieder die Gelegenheit, sich in Gruppen über die Kursinhalte auszutauschen und Anwendungsmöglichkeiten zu diskutierten. Teambildende und energetisierende Übungen begleiten den Kurs.

Kursleitung

Tobias Saum und Ludger Brüning sind Lehrer an der Gesamtschule Haspe in Hagen.
Beide leiten seit 2001 Weiterbildungskurse zum Kooperativen Lernen.

Kursort

Kongresshaus Liebestrasse Winterthur, Liebestrasse 3, 8400 Winterthur

Kosten

CHF 900.–

Dokumente

Kursinformationen

Veranstalter schulentwicklung.ch
Kurs-Nr. SE-DI 01-2020
Kursleiter Tobias Saum, Ludger Brüning
Kursdatum Fr.. 22.05.2020, 08:30 Uhr bis Sa.. 23.05.2020, 16:30 Uhr
Kursort Kongresshaus Liebestrasse, Winterthur, Liebestrasse 3, 8400 Winterthur
Plätze Verfügbare Plätze: 36
Anmeldeschluss Sonntag, 10.05.2020
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